Von Plastikchips und Prototypen

•Februar 20, 2013 • 1 Kommentar

 

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Ich lebe noch!

2012 war wirklich sehr, sehr mager, was meine Fotosachen angeht. Zum Jahresabschluss hatte ich noch ein sehr schönes Shooting mit der Josefine, das ich hier festhalten möchte, ehe es am Sonntag mit dem ersten großen Shooting 2013 losgeht. Dazu wird es viel Material geben und damit auch wieder mehr Updates!

 

Diesmal war der Plan, Josefine als Ball Jointed Doll darzustellen. Diese Puppen, abgekürzt BJDs, stammen aus dem asiatischen Raum und tragen als Markenzeichen vor allem auffällige Kugelgelenke, durch die sie flexibel alle möglichen Posen einnehmen können. Die Puppen sind nämlich besonders als Fotomotiv sehr beliebt und werden von ihren Eigentümern liebevoll „geschminkt“, frisiert, bekleidet und in Szene gesetzt. Da aber sicher nicht jedes Produkt direkt ein schönes Zuhause findet, musste Josefine als Ladenhüter herhalten.

 

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Kauf doch jemand mal das Ding…

Bewaffnet mit Luftblasenfolie, Verpackungschips (die am Ende wirklich sehr nach Chips aussahen) und einem viel zu breiten Koffer manövrierten Josefine und ich uns durch die engen Flure des Kellers eines Brautmodengeschäfts, um dort unser Lager aufzuschlagen. Ein gehaltvolles Frühstück bestehend aus Curly Wurly und Schokokeksen später war dann langsam das Setting aufgebaut und es konnte losgehen. Kaum hatte ich meine heißgeliebte Octabox aufgebaut, konnte man sich dann auch im engen, niedrigen Raum nicht mehr um das klobige Ding herumschlängeln und sowieso war die komplettte Lichtflut irgendwie der Stimmung kontraproduktiv. Also wich das Profi-Teil mal wieder der reinen Improvisation…

Im Endeffekt blieben also zwei Blitze nackt  und einer wurde ganz klassisch mit einem Reflektorschirm vereint beziehungsweise elegant durch einen Stoffrest verschleiert. Das Setup hat sich für die hier gezeigten Fotos auch kaum verändert, die größten Variationen sind die der Abstimmung Blitz gegen Belichtungszeit sowie das Zufügen von Farbfolien.

Na, immer noch JPG schießen?

Konzepte toterklären, weil es sowieso keiner ließt: Das Foto ist sehr auf Beautyshot gestaltet – weiches Licht, glänzende Haare, tolles Makeup. Die Dekoration mutet kitschig an – drapierter Chiffon und rosa Blütenblätter, und mittendrin ein hübsches Mädchen. Was will man mehr?

IMG_7510-as-Smart-Object-3Naja, Fleisch und Blut vielleicht. Und eine andere Unterlage, das knistert doch. Unsexy…

Trotz aller Improvisation und dem unerwarteten Ergebnis kann ich aber dagen, dass es wieder mal ein lehrreiches und vor allem lustiges Shooting war. Und nach dem kunterbunten Beinchen-Outtake folgt jetzt noch eine ultimative Neuheit auf diesem Blog – ein total sinnfreies Video! Viel Spaß.

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Ja.

Hinter den Szenen

•Dezember 22, 2011 • 2 Kommentare

Ja, ich habe mit der Behauptung, mich endlich besser um den Blog zu kümmern, mal wieder schamlos gelogen.

Zur Zeit kämpfe ich mit einem defekten PC, einem zeittechnisch anspruchsvollen Job,  einer geradezu nostalgischen Internetverbindung (65k)  und einem kreativen Winterloch, also präsentiere ich diesmal nur ein kleines Bilderset, das ich spaßeshalber für eine Community erstellt habe, nachdem ich viele Male gefragt wurde, wie ich meine Fotos eigentlich mache…

Ich denke, in Angesicht dieser anschaulichen Grafiken kann ich mir weitere Worte sparen.

 

 

Weil trashige Regenbogenschrift für Professionalität steht!

 

 

Irks!

•September 7, 2011 • Schreibe einen Kommentar

Ja, mich gibt’s noch! Asche auf mein Haupt, dieser Blog wurde viel zu lange vernachlässigt. Ich gelobe (erneut) Besserung und bringe gleich mal viele Neuigkeiten, Bilder und Sinnlosigkeiten mit mir!
Als erstes die Neuigkeiten: Ich bin nach Berlin gezogen!

Im Januar schon! Irre! Was kann ich sagen, es ist großartig hier, es gibt tolle Menschen und sogar Arbeit für mich. Jene Arbeit bei einem lieblich abgedrehten Fernsehformat *hust* Bauersuchtfrau *hust* ist einer der beiden Gründe, warum ich in letzter Zeit ein bisschen weniger fotografiert habe. Trotzdem habe  ich wieder einige Fotos vorzuzeigen, zum Beispiel den Post-Eröffner, der die liebe Tracy zeigt, die extra nochmal aus London zu mir kam!  Alle Fotos in diesem Eintrag sind übrigens in Berlin entstanden :)

Eigentlich poste ich hier ja keine Kostümsachen, aber diesmal tu ichs mal ;)

Außer Arbeiten, Fotos und Sozialisieren habe ich in der Zeit aber gar nicht so viel getrieben. Bis vor einer Woche hatte ich in meiner Bude nichtmal einen Internetanschluss, was meine Abwesenheit hoffentlich entschuldigt :)

Die tolle Nina :)

Zwischendurch habe ich auch mal wieder einiges ausprobiert, was ich nicht so oft tue … zum Beispiel ohne Blitze fotografieren (siehe weiter unten) und einen etwas anderen Stil. Gelohnt hat sich’s – mein Modell und ich waren sehr zufrieden mit dem unerwarteten Ergebnis.

 „Fräulein Escher“…

Tja, und dann kam das große Unglück: Meine Blitz-Funkauslöser sind leider eines tragischen Todes gestorben. Inzwischen wurde mir effektiv genug „eingeredet“, dass meine Lichtführung der beste Teil meiner Fotografie ist, um dadurch in mir nicht unerhebliche Krisen auszulösen, aber man weiß sich ja zu helfen… oder auch nicht. Auf jeden Fall habe ich nun die letzten Shootings ohne Blitz durchgeführt, was auch eine tolle Übung ist.

So zum Beispiel beim Fotoshooting für eine befreundete Modedesign-Studentin.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht ganz mein Ding, aber was tut man nicht alles ;)

Allerdings vermisse ich das Kunstlicht schon sehr stark, also musste eine Alternative her. Ich werde ja nun häufiger gefragt, mit welchen Blitzgeräten/Scheinwerfern/Sonnensystemen ich arbeite – das nächste Foto ist nur mit 2 stinknormalen IKEA-Glühbirnen ausgeleuchtet!

Da dieser Blog worksafe ist, gibt’s die unzensierte Version nur auf Knopfdruck ;)

Jetzt habe ich den geneigten Leser hoffentlich (mithilfe schöner Brüste) besänftigt. Daher belasse ich’s hierbei wieder und verspreche, mich in Zukunft nicht so lumpen zu lassen. Für jene übrigens noch eine Ankündigung: Ich arbeite an einem Kurzfilm! Seid gespannt!

Spinnweben aus Los Angeles

•Dezember 12, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Naja, nicht ganz. Aber ansatzweise.

Zunächst: Ich habe meinen Blog mal wieder monatelang schändlichst vernachlässigt und bitte um Vergebung! Dafür arbeite ich jetzt endlich mal daran, möglichst viele Posts nachzuholen und schonmal in die Warteschleife für die nächsten Wochen zu stellen. Man wird von mir hören!

 

Also, im September bekam ich hohen Besuch. Besuch namens Tracy, ihres Zeichens Los Angeleserin born and raised, aktuell Kurzzeitstudentin in London. Ihr neuer (temporärer) Wohnort ist für sie Anlass für Shootingreisen durch Europa, und als offizieller Vertreter Deutschlands wurde ich erwählt. ;)

Tracy kam also ins Kaff Neustadt an der Weinstraße, um 2 Tage lang für mich zu modeln. Effektiv fotografieren konnten wir leider nur wenige Stunden, da  Flugverspätungen, unpraktische deutsche Bahnhöfe und Organisationsprobleme uns mehrere Striche durch die Rechnung machten.

 

Dachbalken streicheln. Mach ich dauernd, ihr nicht?

 

Tracy wünschte sich Lolita-Fotos in verlassenen Locations, und zwei meiner Lieblingsthemen in Kombination kann ich niemals ablehnen, selbst wenn ichs schon etwas damit übertrieben habe. :D

Also verbrachten wir den ersten Shootingtag (bzw. -abend) in ungenannter Location 1, ein großer Gebäudekomplex, von dem leider nicht mehr viel mehr steht als die Mauern – dafür ist es dort sehr zugewuchert, was auch seinen Reiz hat.

Viel zu erzählen gibt es nicht, es war spät, es war kühl und das Licht war relativ bald weg – also gibt es hiervon nur Fotos, kein Gelaber.

 

So ein süßes Gesicht ;_;

 

Am zweiten Tag kam dann das Fotoset, das wir tatsächlich geplant hatten: Tracy im weißen Kleid, in weißer Perücke, in Spinnweben verwickelt in einer alten Papierfabrik.

 

Zunächst mussten wir mit Sack und Pack (Model, Fotografin, 2 Assistenten und Ausrüstung) einen neuen Eingang in die Fabrik suchen… mit einiger Trickserei (und Zaun-Auseinander-Fummelei) konnten wir uns hineinschummeln, um gleich auf das nächste Problem zu stoßen: Wir hatten diesen Eingang noch nie benutzt und fanden uns in einem riesigen Kellergewölbe wieder, wo es natürlich so stockdüster war, dass wir eine halbe Ewigkeit suchten, bis wir an eine bekannte Stelle stießen und von dort aus den Hof zwischen all den Gebäuden fanden. Ja, diese Location ist verdammt groß.

Also machten wir uns in einem Gang im 2. Stock eines Bürogebäudes breit. Während ich Tracy half, die Perücke anzuziehen, sponnen meine werten Assistenten unsere künstlichen Spinnweben durch den Gang…

 

Outtake :)

 

Das mit den Spinnweben geht besser…

 

Mit dem Gang war ich als Location dann doch nicht allzu zufrieden, also wurden weitere Eckchen ausprobiert – immerhin bietet die Location genügend Variation.

 

Das wars aber auch nicht so wirklich.

 

Das insgesamt dritte Set stellte sich dann als Treffer heraus – simpel, aber wirkungsvoll: Ein halbrundes Fenster im Speicher/Dachgeschoss. Ein letztes Mal spannten wir Plastik-Weben, ließen Tracy durch den Staub kriechen und fluchten über flusige Perückenhaare.

 

Aufbau…

 

Ohne Hauptblitz…

 

Ergebnis :)

 

Ergebnis, die Zweite.

 

Die Nachbearbeitung hat mir hier übrigens jeglichen Nerv geraubt – irgendwie neige ich in letzter Zeit zu Fotos, die komplett mit meiner Bearbeitungsweise kollidieren und mich dazu bringen, mich aus dem Fenster stürzen oder mir mit dem Grafiktablett-Stift die Kehle durchschneiden zu wollen. Nun ja.

Am Abend Mitten in der Nacht gegen 4 Uhr brachten wir Tracy dann noch an den Flughafen und verabschiedeten sie zurück nach London – aber gerade letzte Woche durfte ich sie noch ein weiteres Mal in Deutschland zu einem Shooting begrüßen, bevor sie wieder für die nächsten Jahre zurück in die Staaten zieht.

Ach ja, zu diesen Shootings (und meinen anderen mit englischen Mitmachern) höre ich dauernd „Auf Englisch?????ßßß Wie regelt ihr das?“

Ganz einfach: Abgesehen davon, dass ich mit nicht allzu schlechten Englisch gesegnet bin (harhar), sind Shootings verhältnismäßig einfach zu bewältigen, auch wenn man nicht gerade von der bilingualen Muse geküsst wurde. Beispielbilder austauschen hilft enorm, und Posinganleitung klappt notfalls auch mit Hand und Fuß (buchstäblich).  Ich für meinen Teil finde es unheimlich interessant und spaßig, Shootings auf Englisch hinter mich zu bringen, auch wenn ich aus Versehen schon mal einen Assi auf Englisch oder das irritierte Model auf Deutsch anweise. :D Bei so einer bildlichen Angelegenheit wie Fotografie kommt man meiner Meinung nach einfach wunderbar über die Sprachbarriere hinweg.

 

Akasha Couture, die Zweite

•September 28, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Und weiter geht’s mit Modekram – diesmal war wieder Akasha Couture an der Reihe :) Mit Deborah, der „Frontfrau“ der Marke, hatte ich schon letzten Sommer ein Shooting, das allerdings etwas in die Hose ging. Daher freue ich mich erst recht, dass diesmal alles glatt lief ;)

Kram.

Mit von der Partie waren außer Stamm-Model Gina, Assistent, Deborah und mir noch zwei Special Guests – das amerikanische Model Angelina Vu und die Kreationen von Nashimirons Hütchen-Imperium, die sämtlichen Kopf- und Augenschmuck für das Shooting bereitgestellt hat! :D

Wenn das mal kein krasser Hut ist.

Am Vorabend des Shootings war ich noch mit Assistent Maik in Mannheim bei Kentucky Fried Chicken und habe mir da natürlich dank Überfressung den Magen verdorben – also fing das Shooting erstmal mit Medikamentorgie an. Trotzdem war es nicht so die fantastischste Idee, in einen ca. 2 Meter hohen Holzhaufen (inkl. Nägel) zu klettern und das halbe Team gleich mitzuschleppen. Die paar Schürfwunden waren’s aber wert. ;)

Halb so spaßig, wie es nicht aussieht.

Das Shooting ging mal wieder von früh bis spät (hey, 13 Uhr ist früh!), aber die Ergebnisse können sich sehen lassen – nicht zuletzt eben, weil ein tolles Outfit Fotos einfach unheimlich aufwerten kann.

Ginas PinUp-Variante :)

Angelina handwerkt

Steampunk ist toll :)

Heißer Landstreicher, mach’s dir selbst

•September 21, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Vor einigen Wochen hatte ich die Chance, ein Mode-Shooting mit den Stücken von Hot Tramp DIY zu machen. Was als Projekt zum Abändern von Rock-Bandshirts zu einzigartigen Minikleidern und anderem begann, bringt inzwischen nicht minder tolle und unverwechselbare Teilchen aus Stilrichtungen wie Glam-Rock und Co. hervor. Das fand bei den Models natürlich gleich Anklang :)

Entstehung siehe oben ;)

Mit zwei hübschen Models, einer Designerin, einem Assistenten und einer schier endlosen Menge an Klamotten ging es mal wieder in eine stillgelegte Industrieanlage. Ja, das Klischee wird von mir hochoffiziell ausgelutscht. ;) Nachdem die Kleidungsstücke erstmal ausgiebig bestaunt und anprobiert wurden, ging es direkt an die Fotos – erst um 20 Uhr konnten wir uns vom Ablichten trennen… aber auch nur, weil praktisch kein Licht mehr vorhanden war und es durch das marode Dach auf uns herabregnete.

Rawr, Annika ;)

Gina im Zebradress

Das man sowas „Slouchtop“ nennt, weiß ich auch erst seit jenem Tage…

Die Mäntel deuten nur an, wie kalt es war. Und die ramponierte IKEA-Softbox ist wieder mit von der Partie :)

Ja, ich weiß auch nicht. Danke an Annika für’s Photoshoppen ;)

Unterwäsche-Shooting

•September 4, 2010 • Schreibe einen Kommentar


Vor einigen Wochen habe ich ein Auftragsshooting für eine aufstrebende Dessous-Marke gemacht. Da Aufträge wohl besonders interessant sind, werde ich hier von Anfang bis Ende berichten, wie alles zustande kommt :)


Der Beginn…

Wie kam’s eigentlich dazu?

Der Vorschlag kam von einem Modell, mit dem ich schon länger zusammenarbeiten wollte – nur fehlte die zündende Idee. Sie schlug vor, wir könnten zwischenzeitlich etwas für diesen Designer machen, der sie bereits in seinen Kreationen fotografiert hatte, aber nicht mit seinen fotografischen Leistungen zufrieden war und das lieber jemandem mit etwas Erfahrung überlassen würde. Sie schlug mich vor und ich kam ins Gespräch mit dem Herren. Also praktisch alles Vitamin B. ;)


Planung…

Die Frage nach dem Modell musste glücklicherweise nicht geklärt werden, dafür aber folgendes:

  • Wann?
  • Wo?
  • Stilrichtung? (Sterile Produktfotos oder Stimmungsbilder?
  • Studio oder Location oder beides?
  • Wie viele Wäschestücke sollen fotografiert werden?
  • Wie viele Fotos sollen bearbeitet werden?
  • Wofür werden die Fotos gebraucht? (Nutzungsrechte, kommerziell oder nicht?)
  • Honorar?

Wir einigen uns also auf Datum X und Boudoir-artige Fotos, auch einige Outdoor-Bilder, weil noch Bademode dazukommen soll. Kommerzielle Nutzung der 10-15 fertig bearbeiteten Fotos, alles klar.


Problem 1: Termin muss verschoben werden, weil das Modell merkt, dass das Shooting zeitlich zu umfangreich für ihr Studium ist. Neuer Termin ist gemacht.

Weiter.

Problem 2: Trotz mehrerer Telefonate und täglichem Mailaustausch sind kurz vor dem Shootingdatum immer noch Fragen offen. Außerdem meldet sich das Modell nicht mehr. Nachdem weder ich noch der Designer bei dem Modell durchkommen, muss ersetzt werden.  Allerdings besteht Zeitdruck, daher ist die Auswahl nicht groß.  Der Designer erwählt ein Modell.

Weiter.

Gepäck :)


Der Shootingtag…

Der Raum, der als Studio benutzt werden soll, ist vorbereitet, die Ausrüstung ist bereit. Eine Outdoor-Location ist gefunden. Etwa eine Stunde vor Shootingbeginn ruft der Designer an – ob wir bereit seien, jetzt ins Hotel zu fahren. Verwirrung meinerseits. Offenbar war es möglich, in letzter Sekunde ein Hotelzimmer zu organisieren, daher wird nun dort fotografiert. Ich soll also improvisieren. Meinetwegen, sage ich. Der Designer kommt an, um meinen Assistenten und mich abzuholen – aber es ist nur ein Platz im Auto. Wir sollen also auf das Modell warten, das nimmt uns dann mit. Jetzt erhalte ich den Namen und die Nummer des Modells und nutze die Zeit, um sie kurz in der Model-Kartei nachzuschlagen.

Modell kommt an, wir fahren zum Hotel Während ich das Hotelzimmer inspiziere und die Aufnahmen mit dem Designer und meinem Assistenten bespreche, wird das Modell von einer Visagistin geschminkt – über den Sinn dieser Aktion bin ich mir bis heute nicht schlüssig, da ich später Anweisung bekomme, den Kopf auf den meisten Fotos abzuschneiden.

Hübsches Bett.


Shooting…

Fliegender Wechsel von Wäschestücken – nach dem Make-Up haben wir nur noch 2 Stunden, bis die nächsten Gäste in das Zimmer möchten. Alles geht schnell. Weiche Fotos vor dem Vorhang, mit Blitzlicht von hinten ausgeleuchtet. Glamour-angehauchte Fotos auf der Überdecke in schwarz-türkis. Wir rasseln durch und kommen voran. Das Hotelzimmer muss geräumt werden, wir machen uns pünktlich aus dem Staub und beenden das Shooting nach einigen Outdoor-Aufnahmen in Korsetts.

Nach dem Shooting…

kommt erst die richtige Arbeit. ;)

Der Designer wählt 20 Ausnahmen, die ich bearbeiten soll.  Es sind tatsächlich nur Fotos ohne Gesicht (und ich wundere mich weiterhin über die gebuchte Visagistin). Ich bearbeite.  Hier vielleicht etwas Interessantes für die Photoshop-Interessierten :)

Wer draufklickt, darf sich ein Rollover anschauen :)

Hier gemacht:

  • Haut reinigen und glätten (Pickelchen)
  • Lichter und Tiefen anpassen (Kontrast)
  • Hintergrund abdunkeln (lenkt ab)
  • Licht korrigieren (Der Hüftknochen blockt das Streiflicht, es fehlt die Beleuchtung der Härchen)

Alles in allem ein interessantes Shooting mit einigen Ecken und Kanten, aber wie immer viel Erfahrungswert ;)